// PRIORITÄTEN IM DIGITALEN MEDIEN ALLTAG //

February 2, 2015

Wie soll man bei dieser Menge an Ablenkungsmöglichkeiten nicht in's Trödeln kommen?

 

Mal wird ein niedliches Äffchen Video angeklickt, das Äffchen wird gekratzt, wir kommen in einen Rausch des Süssen, das Herz wird geöffnet und Zack! erreicht uns die Realität entweder per Telefon oder per facebook feed. Wir wachen wieder auf und erkennen, dass die Welt weder unendlich hübsch noch niedlich ist und dass obwohl es diesem Äffchen, dass gekitzelt wird, gut zu gehen scheint, zu jeder Tageszeit an jedem erdenklichen Ort, Tiere oder Menschen vernachlässigt oder missbraucht werden. Ein Gefühls- Hin und Her, so dass wir emotional konstant in Habacht Stellung, wie im Standby lauern: Ja, ich kann mich (vermeintlich) herzlich an Dingen erfreuen und lachen und doch erfahre ich auch immer die Kehrseite des menschlichen Daseins.

 

Bei mir führte dieses Hin und Her und der andauernde Konsum tatsächlich zu Konzentrations-Schwierigkeiten und erneutem Konsum, nämlich von Süssigkeiten. Dann wieder das schlechte Gewissen, erneutes Konsumieren, Zeit verschwenden und so weiter. So dass wir letztendlich allein mit dem bitteren Gefühl da sitzen und frustriert auf den blauen Rechnerbildschirm stieren und Sätze glauben, die uns das (gemeine, soziopathische) Teufelein auf der Schulter in's Ohr flüstert: wir hätten nichts erreicht, wir wären langweilig, zu dick, zu uninteressant. Blablabla. Das dumme daran ist: dass wir - je öfter wir diese Glaubenssätze wiederholen - wirklich beginnen zu glauben sie wären wahr!

 

So wie jeder seines Glückes Schmied ist, ist jeder heutzutage auch sein eigener Manager, 5-Sterne Koch und Lebens-Coach. Deswegen müssen wir lernen Prioritäten zu setzen. Das klingt vielleicht banal, aber selbst die einfachsten Dinge müssen klar formuliert werden, anstatt dass wir einfach nur nach dem Codex agieren, den uns unsere Eltern und die Schule auferlegt haben.

 

Wie möchtes Du Deinen Tag verbringen?

Schelcht gelaunt, weil Du vergessen hast gut für Dich zu sorgen und was zu essen? Schlecht strukturiert, abgelenkt, nicht wirklich anwesend und lieber woanders?

 

Plane Deine Stunden, Deine Mahlzeiten und Deine Termine.

 

Wie sieht für Dich ein produktiver Tag aus?

Wie viele Telefonate gehören dazu? Läuft facebook währenddessen konstant? Und das nicht nur am Schreibtisch sondern auch auf dem Klo? Wie oft und wie lange sollte man pro Tag im Internet surfen? Wie oft brauchst Du den körperlichen Ausgleich zum Sitzen, also sportliche Betätigungen, um wirklich ausgeglichen zu sein?

 

Nimm Dir die Zeit dafür, den Sport zu trainieren, der Dir Spass macht, anstatt Deine Zeit wieder mit etwas zu verschwenden was Du verabscheust.

 

Wie möchtest Du täglich mit Deinen Kindern kommunizieren?

Unausgeglichen, laut und cholerisch?

 

Sprich mit Deinen Kindern altersgerecht auf einer Ebene. Sie sind weder dumm noch unter Deiner Würde, sondern Dein Abbild. So wie Du angesprochen werden möchtest, kannst Du Deine Kinder ansprechen.

 

Welche Werte möchtest Du Deinen Kindern vermitteln und wie kannst Du Ihnen diese vorleben?

Kinder sind unsere Spiegel. Sie zeigen uns nicht nur unsere Schokoladen- Seiten sondern auch die, an denen wir arbeiten müssen/wollen. Anstatt nun die Kinder dafür zu bestrafen, dass sie uns nach'äffen' sollten wir in stressigen Situation in der Lage sein, zu reflektieren und dementsprechend besonnen zu reagieren.

 

Wenn wir uns bewusst machen, wie wir unser Leben gestalten wollen, haben wir weniger dass Gefühl dass wir nur passiv im Strudel der Zeit mitgerissen werden, sondern wir behalten die Vergangenheit als aktives Erlebnis in Erinnerung ohne Gedächtnislücken.

 

Wie lebst Du Deinen Kinder den Umgang mit Smartphones und Computern vor?

Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mein Handy und den Computer dann zu nutzen, wenn die Kinder ihren eigenen Beschäftigungen nach gehen (Schule, Sport, Verabredungen). So lange ich mit meinen Kindern zusammen bin, schalte ich mein Handy in Flugmodus (um es theoretisch noch als Fotoapparat zu benutzen) und klappe den Rechner zu. 

Plötzlich entsteht dadurch sehr viel Zeit für andere Dinge. Spiele spielen zum Beispiel oder aufräumen. 

 

Schreibt es Euch auf! Auf kleine (oder Große) Zettel! An die Wand, im Bad oder im Kleiderschrank. Und zwar Eure Antwort auf diese Frage: Was willst DU? 

 

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@ 2018 by Jelena Lieberberg 

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