// 10 Guidelines für die moderne Yogalehrerin //

October 18, 2018

 

 

Diese 10 Guidelines für die moderne Yogalehrerin & den modernen Yogalehrer sind nicht in Stein gemeisselt. Es sind Richtlinien, Do's und Don'ts, die ich am eigenen Arbeitsplatz erlebt oder gelernt habe und ich für so wichtig halte, dass ich sie zu Papier bringen musste.

 

Gerade in Berlin gibt es Yogalehrer, wie Sand am Palmenstrand. Yogalehrer-Ausbildungen laufen besser denn je. Der Hype hält erstaunlicher weise immer noch an. Doch nicht jede/jeder hat das Glück von seinem Metier allein leben zu können. Die eigene Ausbildung für die persönliche Entwicklung zu investieren ist zwar ein unheimlicher, beneidenswerter Luxus. Es gehört jedoch mehr dazu danach als Yogalehrer präsent zu sein. Nach den paar Monaten Teacher Training, Jahre langer Praxis, gibt es die Zeit der Erfahrung, die das Leben als Yoga Coach rund werden lässt. Folgende Etiketten oder Guidelines eines modernen Yogalehrers gehören in meinen Augen zum guten Standart. 

 

Viele angehende Yogalehrer unterschätzen ihre Position, die sie im Leben eines Schülers (eventuell) einnehmen werden. Für manche Idol, Guru oder gottgleiches Wesen, werden wir oft als Ideal angesehen. Das darf man nicht vergessen. Welches Ideal ist uns dabei persönlich am Wichtigsten? Und genau dazu sollten wir stehen. Etwas dass unsere eigene Biografie geprägt hat wird mehr Authentizität ausstrahlen als wenn wir so tun wie die Lehrerin, der wir nacheifern wollen und dabei unsere Persönlichkeit schmälern. Es sind so viele Fische im Ozean. Jeder sollte seine eigene Regenbogenschuppe mit Stolz tragen wollen.


Yoga ist kein Ersatz für Psychotherapie oder psychologische Betreuung irgend einer Art. Deswegen ist es  wichtig, als frisch gebackener, euphorischer Yogalehrer zu erkennen, dass wir keine Psychotherapeuten und auch keine psychologischen Berater sind und auch nicht sein müssen. Ein grosses Missverständnis heutzutage liegt genau in diesem Punkt. Wir müssen aus diesem Grund lernen uns geschickt abzugrenzen, feinfühlig an den Stellen der Zwischenmenschlichen Kommunikation wo es an einer Grenze bedarf. Manchmal verschwimmen die Grenzen, wenn die Schüler zu Freunden werden. Auch hier geht es wieder um die Kunst der Unterscheidung (Viveka).

 

Vom resoluten und doch freundlichen Auftreten, zur samtigen Stimme, der man gerne folgenden möchte, gesellen sich folgende 10 Tugenden, die man sich als gewissenhaftes Vorbild zu Herzen nehmen sollte. Irren ist menschlich und so kann auch eine schlaflose Nacht, die man sitzend mit einem röchelnden Säugling auf dem Arm verbracht hat, einen oder mehrere dieser Punkte unmöglich machen. Das is dann auch ok. Aber auf lange Sicht, ist dies die Fahrkarte in Richtung dauerhafte Freude am Unterrichten.

10. Das gute Vorbild

Da wären wir schon. Dieser Punkt steht "nur" an Zehnter Stelle und ist doch elementar für jeden Lehrer, egal in welchem Bereich. Practice what you preach wird da gern zitiert. Lebe was Du unterrichtest. Erzähle also nichts von Dingen, die Dir fremd sind.

 

9.  Das Ego an der Tür lassen

Ein Spruch, den ich bisher nur in einer Crossfit Box habe hängen sehen, der auch in jedes Yoga Studio gehört. Das gilt für Schüler, aber um so mehr auch für Lehrer. Eine Yogastunde ist keine Bühne. Jegliches Getue ist hier fehl am Platz. Manchmal müssen Asanas oder Transitions demonstriert werden. Aber wie sehr müsst ihr Euch dabei selbst gefallen?

 

8. Nimm Deine Termine Ernst

Das bedeutet dass Vertretungen so früh wie möglich organisiert werden müssen, diese an das Studio weitergeleitet werden müssen, und dabei die Vertretung in Kopie gesetzt werden muss. Nicht Erscheinen, Klassen, die dadurch ausfallen müssen, schwächen das Studio und machen Dich ersetzbar. Kultiviere Loyalität und Verlässlichkeit.

 

7. Deo/ frischer Atem

Das leckere Curry mit dem vielen Knoblauch am Abend zu vor, kann so manchen Schüler aus dem Konzept bringen. Zigaretten und übermässiges Parfum auch. Es hilft eine kritische Nase (Freund, Freundin...) zu Rate zu ziehen.

 

6. Nachbereitung

Wie ist die Stunde gelaufen? Hast Du Dich an Dein Skript gehalten? Was möchtest Du beim nächsten mal ändern/besser machen? Kleine Notizen im Buch mit Deinen Abläufen, helfen die Kunst des Unterrichtens zu verfeinern.

 

5. Die Füsse als Visitenkarte

Ein Spruch, den ich aus meiner Ausbildung bis heute mitgenommen habe: Die Füsse einer Yogalehrerin sind ihre Visitenkarte. 

 

4. Aufmerksamkeit

Als Yogalehrer müssen wir einen Raum voller Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds im Visier und unter Kontrolle haben. Gleichzeitig sind wir DJane, Body Worker und Moderator. Das bedarf ein hohes Mass an Aufmerksamkeit, vor allem wenn sich unter den Schülerinnen Schwangere oder Verletzte (zB Knie OP, Herz oder Bandscheibenvorfälle) befinden. Schule Deine Aufmerksamkeit.

 

3. Playlists

Falls Du Musik in Deinen Klassen spielst, solltest Du in Erwägung ziehen, Deine Playlists alle paar Monate zu verändern, auszuweiten, zu rotieren.

 

2. Vorbereitung als Grundlage

Beim Unterrichten Vorturnen, also mit'machen' zählt nicht zur eigenen Praxis. Das Praktizieren der zu unterrichtenden Sequenz gehört also nicht IN den Unterricht, sondern DAVOR.

 

1. Pünktlichkeit

Dieser Punkt steht auch an 1. Stelle der 10 Regeln für den modernen Yogaschüler. Schüler sowie Lehrer erweisen sich so gegenseitig den Respekt, den wir im Umgang mit Menschen an den Tag legen sollten. Dazu gehört eine freundliche Begrüssung und auch mal- ja, das kann nicht schaden- ein Lächeln. Sei mind. 10-15 Minuten vor Deinem Kurs vor Ort, um Deine Musik einzustöpseln, eine Kerze anzuzünden, Deine Matte auszurollen, auf's Klo zu gehen und ein Glas Wasser bereit zu stellen.

 

Nama'cray

 

Eure #kickass J

 

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@ 2018 by Jelena Lieberberg 

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